Perfekt vorbereitet auf eine lange Radtour

Fahrradtour
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Das Fahrrad gehört zu den beliebtesten Fortbewegungsmitteln der Deutschen. Laut Statistik fährt jeder fünfte Arbeitnehmer oder Auszubildende, der in einer deutschen Großstadt lebt, mit dem Fahrrad zu seiner Arbeitsstätte. Doch nicht nur zum Pendeln wird der Drahtesel gerne genutzt. Viele Menschen nutzen auch ihre Freizeit dafür, einen Ausflug mit dem Rad zu machen – so wie es jedes Jahr mehr als fünf Millionen Deutsche tun. Die Radtour kann lediglich ein paar Stunden dauern, sich aber auch gerne über mehrere Tage erstrecken. Wer sich am liebsten gleich aufs Zweirad schwingen will, erfährt im Folgenden alles Wichtige über Radtouren.

Welcher ist der schönste Radweg Deutschlands?

Wie kaum ein anderes Land in Europa ist Deutschland ideal für Fahrradfahrer erschlossen. In den meisten Städten gibt es ein dichtes Netz an Radwegen, und auch von einer Ortschaft zur nächsten lässt es sich sehr gut auf zwei Rädern vorankommen. Wer eine längere Radtour plant, wird sich wohl für einen der vielen Fernradwege entscheiden. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club befragt jedes Jahr seine Mitglieder, welcher deutsche Radweg ihr liebster ist. Und schon seit 13 Jahren ist die Antwort eindeutig: der Elberadweg. Bereits seit 2004 landet die 1.220 Kilometer lange Strecke entlang der Elbe auf Platz eins der Umfrage. Seinen Anfang nimmt der Weg allerdings nicht in Deutschland, sondern in der Tschechischen Republik – und zwar an der Elbquelle in Špindlerův Mlýn. Von dort aus führt er in Děčín über die deutsch-tschechische Grenze und durchquert dann die folgenden sieben Bundesländer:

  • Sachsen
  • Brandenburg
  • Sachsen-Anhalt
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Hamburg
  • Schleswig-Holstein

Zu den wichtigsten Städten, durch die er führt, gehören Dresden, Magdeburg und Hamburg, sein Zielort ist Cuxhaven, wo die Elbe in die Nordsee mündet. Der Elberadweg zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er kaum Steigungen aufweist und zum größten Teil asphaltiert, aber autofrei ist. Deshalb können ihn sowohl erfahrene Radfahrer als auch Anfänger und Familien mit Kindern mühelos befahren.

Wie fit muss man sein, um eine lange Radtour zu machen?

Eine Radtour kann ganz schön anstrengend sein, vor allem, wenn sie den ganzen Tag oder sogar mehrere Tage dauert. Daher sollte man grundsätzlich in guter körperlicher Verfassung sein, wenn man ein solches Vorhaben angehen will. Schaden kann es auch nicht, wenn man in den Wochen vor der Tour die Muskelpartien trainiert, die beim Radfahren besonders beansprucht werden. Gemeint sind die Muskeln in Oberschenkeln, Gesäß und Rücken. Zudem sollte man zumindest ein wenig Erfahrung mit dem Radfahren haben, um nicht von der Sitzposition überfordert zu sein. Was man dennoch nicht unterschätzen sollte, sind die Schmerzen zu Beginn einer tagelangen Tour. Da tun erst einmal Gesäß, Knie und Rücken weh, weil sie die Position und die permanente Bewegung nicht gewohnt sind. Stellt sich die Gewöhnung aber ein, dann macht die Tour auch umso mehr Spaß. Und wenn man regelmäßig Pausen einlegt, kann man die Belastung recht gut steuern. Dann kann man zur Entspannung auch mal eine Runde im Online Casino spielen. Vielleicht holt man so einen Teil der Übernachtungskosten wieder rein.

Welche Ausrüstung sollte man unbedingt mitnehmen?

Fahrradausflug
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Was man auf die Radtour mitnimmt, hängt zunächst von deren Länge und Dauer ab. Unabhängig davon dürfen allerdings die folgenden Gegenstände keinesfalls fehlen:

  • dem Wetter angemessene Kleidung
  • Regenjacke oder -poncho
  • Fahrradhelm
  • Erste-Hilfe-Set
  • Werkzeug und Flickzeug fürs Fahrrad
  • Luftpumpe
  • Handy mit aufgeladenem Akku
  • Ausweispapiere

Macht man sich auf eine mehrtägige Tour auf, dann kommen noch einige weitere Dinge hinzu, wie etwa:

  • Hygieneartikel (Zahnbürste, Seife, Monatshygiene etc.)
  • Schmerztabletten
  • evtl. Medikamente, die regelmäßig einzunehmen sind
  • Geld oder Geldkarte
  • Taschentücher und Toilettenpapier
  • Fahrradschloss

Je nachdem, wo man übernachtet, gehören auch Zelt, Isomatte und ein Kocher ins Gepäck.

Wie sieht es mit Proviant aus?

In Deutschland dürfte es recht selten vorkommen, dass man mehrere Tage unterwegs ist, ohne zumindest an einem kleinen Laden vorbeizufahren. Dennoch sollte man sich darum bemühen, für mehrere Tage Proviant dabei zu haben. Zum Essen eignen sich vor allem Müsliriegel, da sie leicht zu transportieren sind und schnell Energie liefern. Weil man pro Tag mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen sollte, sollte man die entsprechende Menge mit sich führen.

Wo kann man übernachten, wenn die Tour mehrere Tage dauert?

Plant man eine Radtour, bei der man mehr als einen Tag unterwegs ist, dann sollte man am besten im Voraus planen, wo man die Nächte verbringt. Denn in Deutschland ist es gesetzlich verboten, wild zu campen. Man darf also nicht einfach sein Zelt im Wald aufstellen und darin schlafen, selbst wenn weit und breit keine Menschenseele zu sehen ist. Wird man beim wilden Zelten erwischt, kann auf den Camper ein Bußgeld von fünf bis 500 Euro zukommen. Möchte man auf einem privaten Grundstück übernachten, dann benötigt man dafür das Einverständnis des Besitzers. Definitiv legal und problemlos ist das Übernachten auf einem Campingplatz, wofür man dann allerdings eine Gebühr zu bezahlen hat. Für die kommt man aber in den Genuss einer warmen Dusche, eines Stromanschlusses und der Möglichkeit, seinen Proviant im Laden aufzufrischen. Wer generell keine Lust auf Zelten hat, der plant seine Radtour einfach so, dass jeder Tag in einem Hotelzimmer endet.

Was tun, wenn es ein Problem mit dem Fahrrad gibt?

Es kann immer mal passieren, dass man einen platten Reifen oder ein sonstiges Problem mit dem Fahrrad hat – erst recht, wenn es längere Zeit beansprucht wird. Deshalb sollte man verschiedene Werkzeuge mitnehmen, mit denen man einen Schaden eventuell selbst beheben kann. Lohnenswert ist es auf jeden Fall, sich vor der Tour Wissen über die Funktionalität des eigenen Fahrrads anzueignen. Denn wenn man nicht weiß, wie man einen Reifen flickt, nützt auch das beste Werkzeug nichts. Meist genügt es bereits, einige Tutorial-Videos auf YouTube anzuschauen, in denen anschaulich erklärt wird, wie bestimmte Dinge funktionieren. Zu den wichtigsten Gegenständen, die sich im Pannenset befinden sollten, gehören:

  • Ersatzschlauch
  • Flickzeug
  • Reifenheber
  • Pannenspray
  • Multitool

Sollte ein größerer Schaden am Fahrrad entstanden sein, den man nicht allein beheben kann, bleibt einem nichts Anderes übrig, als Hilfe zu holen. Nicht zuletzt deshalb sollte man immer ein Mobiltelefon mit ausreichend geladenem Akku bei sich haben.