Was ist der Klimawandel?

Der Boden trocknet aufgrund der Erderwärmung aus
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Klimawandel gab es auf der Erde schon immer. Da diese Erwärmungen und Absenkungen der Temperatur sehr langsam passierten, hatte die Natur immer genug Zeit, sich auf die bevorstehenden Veränderungen vorzubereiten. Doch zurzeit hat es die Erde mit einer von Menschen gemachten globalen Erwärmung zu tun. Diese geht im Vergleich zu den früheren Wandeln sehr schnell vonstatten, was katastrophale Folgen für Umwelt, Tiere und Menschen nach sich ziehen könnte.

In den letzten 100 Jahren haben Forscher einen Anstieg der Durchschnittstemperatur von ungefähr 0,8°C gemessen. Bis zum Jahr 2100 wird durch den Klimawandel mit einem Anstieg von bis zu 6,5°C gerechnet, wenn nichts dagegen unternommen wird. Schon ab einer Erhöhung von 2°C wird es zu gravierenden Auswirkungen kommen, wie Jahrhundertfluten, Dürren und gigantischen Wirbelstürmen. Der Klimawandel entsteht durch den Treibhauseffekt.

Der Mensch verursacht auf viele verschiedene Weisen den Treibhauseffekt und damit die Erderwärmung. Die zwei schlimmsten Ursachen sind CO2 und Methan. Mit Flugzeugen, Autos und Fabriken pustet der Mensch sehr viel CO2 in die Luft. Doch auch durch die Landwirtschaft oder den Energieverbrauch gelangt das schädliche Treibhausgas an die Luft. Methan zum Beispiel ist ein wahrer Klimakiller, das vor allem von Rindern ausgestoßen wird. Ein Methan-Molekül schadet dem Klima ca. 40-mal mehr als ein Kohlendioxid-Molekül. Regelmäßiger Fleischkonsum ist also auch sehr schädlich für das Klima.

Das Wetter spielt verrückt – aktuelle Wetterphänomene

Ungewöhnlich warmes Wetter in Deutschland und Schnee in Las Vegas im Monat Februar? Das sind vor allem im sonnenverwöhnten Nevada sehr ungewöhnliche Wetterphänomene, die Glücksspiel-Liebhaber zwischen einem Roulette– oder Blackjack-Spiel nach draußen gezogen hat, um ein Bild vom schneebedeckten “Welcome to fabulous Las Vegas”-Zeichen zu machen. Seit 70 Jahren hat es in Las Vegas im Februar nur 3x geschneit.

Aber nicht nur Deutschland und Las Vegas hatten mit ungewöhnlichem Wetter zu kämpfen. Australien erlebte im Januar seinen heißesten Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit Temperaturen von über 50 Grad Celsius. Auf ungewöhnlich starke Schneefälle in den österreichischen, deutschen und Schweizer Alpen folgten tödliche Lawinen.

Im Mittleren Westen der USA und im Osten Kanadas herrschten einige Tage lang die kältesten Temperatur-Bedingungen seit Jahrzehnten: Dutzende Menschen starben an Unterkühlung, als die Temperaturen unter -30 Grad Celsius fielen. In manchen Städten und Landkreisen lag die gefühlte Temperatur unter -50 Grad Celsius.

Dies war weltweit der viertwärmste Januar seit Bestehen der Wetteraufzeichnungen, nach 2017, 2016 und 2007.

Ist es zu spät den Klimawandel aufzuhalten?

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Der Klimawandel kann nicht mehr vollkommen aufgehalten werden, da er schon begonnen hat – aber wir können die Folgen noch deutlich abschwächen. Aber dafür muss viel getan werden, um uns allen eine Zukunft zu verschaffen, in der es sich zu leben lohnt. Bis 2050 müssen wir verhindern, dass die Treibhausgasemissionen ansteigen, und dies gelingt nur, wenn wir alle zusammenhelfen! Bäume pflanzen hilft, aber man kann noch viel mehr tun!

Welche Lösungen gibt es, den Klimawandel aufzuhalten?

Den Klimawandel auf ein unvermeidbares Mindestmaß zu verringern, ist eine anspruchsvolle Aufgabe – es geht um nicht weniger, als unseren Ausstoß an Treibhausgasen in den nächsten 40 Jahren auf ein Zehntel zu verringern. Die technischen Konzepte hierfür stehen, aber die Umsetzung ist noch nicht erfolgt. Aber es muss auch klar sein, dass es wahrscheinlich ganz anders kommen kann: Technischer Fortschritt lässt sich nicht prognostizieren.

Dieses zeigt zum einen die Geschichte der Zukunftsforschung – die früheren Vermutungen über das Leben im Jahr 2000 etwa waren ganz anders als die Wirklichkeit; zum anderen die Philosophie: Könnten wir künftige Entdeckungen vorhersagen, gäbe es nichts mehr zu entdecken. Die Menschheit hat enorme Leistungen erbracht, vom Eisenbahnbau in der Schweiz bis zum Flug zum Mond. Wenn sie will, kann sie auch die Treibhausgase zähmen, soviel ist sicher. Und die notwendigen Aktivitäten werden – wie die Schweizer Eisenbahn – nicht nur vorübergehende Opfer erfordern, sondern am Ende wird eine bessere Welt herauskommen: Eine Welt ohne Kriege ums Öl und Luftverschmutzung durch Kohlekraftwerke, aber mit Regenwäldern, die gut geschützt sein werden.

Was kann jeder Einzelne tun, um den Klimawandel aufzuhalten?

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Quelle: CarProUSA

Jeder kann und muss etwas tun, um den Klimawandel aufzuhalten. Am wichtigsten ist es wahrscheinlich, so schnell wie möglich auf Erneuerbare Energien umzusteigen. Auch im Alltag können kleine Dinge große Wirkung erzielen. Zum Beispiel sollte man öfter öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder gleich mit dem Fahrrad fahren. Trinkwasser sollte man aus der Leitung trinken (was mindestens genauso gesund ist wie aus Flaschen) und Obst und Gemüse aus biologischem Anbau und aus der Region kaufen, damit die Transportwege wegfallen. Auch durch Einschränkungen beim Fleischverzehr können beträchtliche Mengen an Treibhausgasen eingespart werden. Auch das Einsparen von Energie ist sehr wichtig. Es gibt viele Möglichkeiten, etwas zu bewegen!

Deutschland auf der Klima-Konferenz

Es gibt Preise, über die man sich nicht freuen kann – und das „Fossil des Tages“ ist so einer. Verliehen wird er von Umweltschützern während der Klimakonferenzen. Der aktuelle Preisträger heißt: Deutschland.

Deutschland sieht sich selber immer gerne als einer der Klima-Musterschüler. Auf der UN-Klimakonferenz in Kattowitz gab es für die deutsche Politik jetzt aber eine wenig schmeichelhafte Ehrung: die Auszeichnung als „Fossil des Tages“. Der Preis ist eine Aktion des „Climate Action Networks“ (CAN), mit der medienwirksam und mit Ironie auf Verfehlungen beim Klimaschutz aufmerksam gemacht werden soll. Er wird während der Klimakonferenzen täglich verliehen.

Die deutsche Politik hat diese zweifelhafte Auszeichnung erhalten, weil es sein nationales Klimaziel für 2020 aufgegeben hat und es nicht geschafft hat, aus der Kohle auszusteigen und ein höheres EU-Klimaziel für 2030 zu unterstützen, teilte das CAN mit.

Deutschland hat sich vorgenommen, seinen CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Nach jetzigem Stand werden es aber nur 32 Prozent werden. Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission hat – anders als geplant – vor der Klimakonferenz keine Sofortmaßnahmen vorgeschlagen, um das Ziel schneller zu erreichen. Ein Konzept für den Kohleausstieg soll voraussichtlich erst im ersten Quartal 2019 präsentiert werden.