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Wo es in Deutschland am sichersten ist

Polizeiautos in München
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In manchen Städten Deutschlands ist das Leben sicherer als in anderen. Jedes Jahr im Frühling veröffentlicht das Bundeskriminalamt die Polizeiliche Kriminalstatistik, in die sämtliche in Deutschland registrierten Straftaten einfließen. Daraus geht unter anderem hervor, wie viele Straftaten in jeder deutschen Großstadt pro Einwohner begangen werden. Während die Zahl in München besonders niedrig ist, sind Frankfurt und Hannover eher gefährliche Pflaster.

München ist sicher, Frankfurt nicht

Gute Polizeiarbeit kostet die Kommunen viel Geld – da reicht es nicht, ein paar glückliche Runden im Online Casino zu spielen. Dennoch gelingt es in manchen Städten besser als in anderen, Verbrechen zu verhindern. In München beispielsweise kam es laut der Polizeilichen Kriminalstatistik im vergangenen Jahr zu 6.627 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Damit ist die Landeshauptstadt Bayerns zum wiederholten Mal die sicherste Stadt Deutschlands.

Zum Vergleich: In Frankfurt am Main wurden im letzten Jahr 14.864 Straftaten pro 100.000 Einwohner registriert und damit mehr als doppelt so viele wie in München. Dadurch liegt die hessische Großstadt am anderen Ende der Liste, die das Bundeskriminalamt im Frühjahr der Öffentlichkeit präsentiert hat. Neben München ist eine weitere bayerische Stadt besonders sicher: Augsburg, wo es 2017 zu 7.217 Straftaten pro 100.000 Einwohner kam. Auf den weiteren Plätzen befinden sich Oberhausen, Bielefeld und Mönchengladbach. Hinter Frankfurt sind Hannover, Berlin, Dresden und Leipzig die gefährlichsten Städte Deutschlands.

Was als Straftat zählt

Polizist
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Unter dem Begriff der Straftat werden verschiedene Delikte zusammengefasst, die sich teilweise stark voneinander unterscheiden. So fließen sowohl Morde und Vergewaltigungen als auch Rauschgiftdelikte und Betrugsfälle in die Statistik ein. Auch die Missachtung des Urheberrechts und Beleidigung sind Straftaten im Sinne der Statistik. Dazu kommen sogenannte ausländerrechtliche Verstöße, also beispielsweise der Aufenthalt einer ausländischen Person in Deutschland, deren Asylantrag abgelehnt wurde.

Die meisten Straftaten, die in Deutschland begangen werden, sind Diebstähle. Bei mehr als einem Drittel aller Straftaten wurde Personen widerrechtlich etwas weggenommen. Mit etwa 14 Prozent liegt der Betrug auf dem zweiten Platz der häufigsten Straftaten, gefolgt von der Sachbeschädigung und der Körperverletzung. Nicht in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst werden übrigens die meisten Verkehrsdelikte sowie Ordnungswidrigkeiten und Straftaten, die außerhalb Deutschlands verübt wurden. Auch Taten, mit deren Aufklärung die Polizei nicht betraut ist, tauchen nicht in der Statistik auf, darunter etwa Finanz- und Steuerdelikte.

Machen Ausländer Deutschland unsicher?

Mit der Flüchtlingswelle, die Deutschland ab 2015 erreicht hat, gingen auch verschiedene Sicherheitsfragen einher. Vor allem Boulevardmedien stellten infrage, ob man sich in Deutschland noch sicher fühlen kann, wenn sich so viele Asylanten im Land aufhalten. Die Statistik gibt darüber eine eindeutige Auskunft: Im Vergleich zu 2016 ging die Anzahl der registrierten Straftaten im Jahr 2017 um fast zehn Prozent zurück. Einen derartigen Rückgang in Sachen Kriminalität hat die Statistik zuletzt vor knapp 25 Jahren verzeichnet. Von einer zunehmenden Gefahr kann also keine Rede sein – was sich auch mit den Erkenntnissen des Integrationsbarometers 2018 deckt.

Bei einer repräsentativen Umfrage wurden dabei über 9.000 Menschen verschiedene Fragen über ihr Zusammenleben mit Migranten gestellt. Dabei zeigte sich, dass die Mehrheit der befragten Personen positiv auf das Miteinander in Deutschland blicken. Auf einer Skala von Null bis 100 gaben sie dem Integrationsklima eine durchschnittliche Bewertung von 63,8 Punkten. Fast 80 Prozent der Befragten, die keinen Migrationshintergrund haben, sehen die aufgenommenen Flüchtlinge als eine langfristige kulturelle Bereicherung an. Zudem würden rund 60 Prozent der Befragten ohne Migrationshintergrund weiterhin Flüchtlinge aufnehmen wollen, wenn Deutschland das einzige EU-Land wäre, das dies täte. Diese Zahlen stellen ein deutliches Zeichen dafür dar, dass Migranten mitnichten ein Sicherheitsrisiko für Deutschland darstellen.