Sind die Metropolen der Zukunft noch zu retten?

BMW Vision E³ Way
Source: Autoevolution.com

Hören sie das Wort „Landflucht“, denken die meisten Menschen erst einmal ans 18. und 19. Jahrhundert, als es tausende von Bauern in ganz Europa in die Städte zog. Doch die Landflucht hat nie wirklich aufgehört, sie wird heutzutage allerdings eher als „Urbanisierung“ bezeichnet. Aber ganz gleich, wie man es nennt, die Entwicklung der Städte zu riesigen urbanen Gebieten wird zunehmend ein Problem. Insbesondere die Verkehrswege sind dem gewaltigen Ansturm an Menschen oft nicht mehr gewachsen. Die Folgen sind Staus, eine erhöhte Unfallgefahr und vor allem eine massive Luftverschmutzung.

Um diesem Problem Herr zu werden, entwickeln Unternehmen und Städteplaner neue Konzepte, die die Mobilität der Einwohner sicherstellen und gleichzeitig die Belastungen für Mensch und Umwelt reduzieren sollen. Aber was taugen diese Konzepte wirklich?

Die Situation heute: dramatisch

Um zu verstehen, wie dringend eine Lösung für das Verkehrsproblem in den Millionenstädten der Welt gefunden werden muss, schauen wir uns einmal die heutige Situation und die nahe Zukunft an.

Trauriger Spitzenreiter in Sachen Luftverschmutzung und Verkehrschaos in den Städten ist mit Sicherheit China, aber auch andere Metropolen auf der Welt leiden unter ähnlichen Problemen, wie etwa Los Angeles, Delhi, Dakar und Mexico City. Allein China sterben laut einer Untersuchung täglich 4000 Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung – die WHO geht davon aus, dass Smog und andere Verunreinigungen der Luft im Jahr etwa sieben Millionen Menschen das Leben kosten.

Hinzu kommt der wirtschaftliche Schaden, der durch die massiven Probleme beim Verkehr verursacht werden. In Chinas Hauptstadt Peking belaufen sich diese Kosten im Jahr auf rund 10 Milliarden Euro, in ganz Deutschland sind es „nur“ 25 Milliarden Euro.
Es besteht also dringender Handlungsbedarf, allerdings konnte bisher keines der entwickelten Konzepte überzeugen – „zu aufwändig“, „zu teuer“, „zu kompliziert“ oder „technisch nicht umsetzbar“ lautete meist das Urteil. Der deutsche Autohersteller BMW hat nun mit „BMW Vision E³ Way“ einen Ansatz entwickelt, der sehr vielversprechend aussieht.

BMW mit luftigem Konzept

Beim „BMW Vision E³ Way“ handelt es sich um ein Konzept, das zusätzliche Fläche für emissionsfreien Verkehr schafft und so sowohl die Luftverschmutzung als auch das Verkehrschaos verringern kann. Das „E³“ im Namen steht dabei für „elevated, electric and efficient“, also „erhöht, elektrisch und effizient“.

Herzstück des Ansatzes ist eine erhöhte Fahrspur, die über den normalen Straßen verläuft und die ausschließlich Zweirädern mit elektrischem Antrieb vorbehalten ist. Hier zeigt sich bereits eine der Stärken des Konzepts, denn durch die Nutzung der vorhanden Straßen wird kein zusätzlicher Platz benötigt – der Vision E³ Way eignet sich also für alle Städte, ganz gleich, wie dicht sie bebaut sind.

Die erhöhten Fahrspuren sollen wichtige Verkehrsknotenpunkte innerhalb der Stadt verbinden und vor allem Pendlern als Alternative dienen, die maximal 15 Kilometer bis zur Arbeitsstelle zurücklegen müssen. Die elektronisch auf 25 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit gewährleistet einen guten Verkehrsfluss und senkt zugleich das Unfallrisiko, Leihstationen an den Auffahrten sorgen dafür, dass auch Menschen ohne Pedelec oder E-Bike den Vision E³ Way nutzen können.

Da die Bauteile des Vision E³ Way modular aufgebaut sind, lässt sich die Fahrbahn problemlos sämtlichen örtlichen Gegebenheiten anpassen, sodass das Konzept von BMW in jedem Fall zukunftsträchtig ist.

Auch jeder Einzelne kann etwas tun

Trotz dieses vielversprechenden Ansatzes kann aber natürlich auch jeder persönlich dazu beitragen, die Luftverschmutzung zu reduzieren. Nutzen Sie doch öfter einmal den Bus oder die Bahn, anstatt mit dem Auto zu fahren, bilden Sie mit Kollegen Fahrgemeinschaften ins Büro und überlegen Sie sich, ob eine Fahrt wirklich nötig ist. Statt eines Termins bei der Bank tut es vielleicht auch ein Telefonat, und wer in seiner Freizeit gerne mal sein Glück beim Roulette oder Poker versucht, kann einfach ein Online-Casino besuchen und genießt dann ganz bequem zu Hause.